Peter Fetz hat 2017 den Familienbetrieb des Hotel Hirschen am Schwarzenberg übernommen. Davor hat er bereits im Aus- und Inland in anderen Unternehmen gearbeitet, um Erfahrungen und Innovationsfähigkeiten zu sammeln, die er heute erfolgreich im Hotel umsetzt. Was für ihn diese Innovationen bedeuten und wie er seine Freizeit außerhalb des „Hirschen“ gestaltet, hat  Peter unter anderem in unserem Q&A beantwortet.
Jedes Zimmer im Hotel Hirschen ist einem Künstler oder einer Künstlerin gewidmet, die den Schwarzenberg, den Hirschen oder die Familie Fetz geprägt und begleitet haben. Welches ist dein Lieblingszimmer? Ich mag die Kunst im Zimmer 40 sehr gerne. Es sind ein paar Werke vom Onkel meines Vaters, Franz Metzler, ausgestellt. Beeindruckend, wie viele verschiedene Stile und Techniken er beherrscht hat. Beeindruckend ist natürlich auch die riesige bemalte Decke in der König Max Suite, die wir unter 7 Schichten Farbe bei einem Umbau gefunden haben. Sie stammt aus 1812.
Bevor du im Herbst 2017 das Hotel Hirschen übernommen hast, warst du zum Studieren und Arbeiten in Wien. Was hast du in dieser Zeit vom Bregenzerwald vermisst? Die wunderbare Natur, die Nähe zum Wasser im Sommer und die Qualität des Wohnraums. Aber um ehrlich zu sein: Wien hatte schon auch seine Vorteile! ;-)
Hirschen’s feiner Musiksalon – Was ist „Wälderness“? Wälderness ist Wellness für die Seele. Es soll dunkle Winterabende aufhellen – mit Musik, Kunst & Kulinarik. Meistens donnerstags spielen im Hirschen lokale und internationale Formationen. Dazu gibt’s was Feines aus unserer Küche & natürlich den Kellern.
Der Hirschen verkörpert eine weltoffene, innovationsfreundliche Haltung in Verbindung mit Traditionsbewusstsein. Was bedeutet für dich die Verbindung von der Tradition des Bregenzerwaldes mit Innovationen? Das kommt eigentlich von meiner Auseinandersetzung mit dem Thema Tradition. Was ist denn Tradition? Die Leute verwechseln Tradition mit Wiener Schnitzel. Wenn ich mir anschaue, was alle Hirschenwirte miteinander verbindet, dann ist es die Weltoffenheit. Punkt. Und für die meisten gilt auch, dass sie innovative Lösungen für komplexe Probleme gefunden haben. Da gibt es wirklich ein paar spannende Geschichten zu entdecken. An dem möchte ich festhalten.
Du bist Hotelier in 10. Generation. Wie war es für dich, in einem traditionsreichen Bregenzerwälder Hotel, wie dem Hirschen in Schwarzenberg, aufzuwachsen? Viele haben ein sehr negatives Bild von vernachlässigten Gasthaus-Kindern im Kopf. Ich kann mich gar nicht beschweren. Ich bin schon so früh mit spannenden Menschen in Kontakt gekommen. Sie haben mir ganz andere Blickwinkel eröffnet. Natürlich gab es Zeiten, in denen das klassische häusliche Leben ein bisschen zu kurz gekommen ist. Aber wer sagt schon, dass das so sein muss?!
Wenn du mal nicht im Hotel Hirschen anzufinden bist – Was begeistert dich in deiner Freizeit? Ich bin viel unterwegs. Zumindest war das so, bis COVID gekommen ist. Jetzt renne ich gern am Bödele herum oder geh zu meinen Freunden einkehren, wie z.B. in den Schwanen nach Bizau oder die Krone in Hittisau. Auch gern mal auf ein Bier in den Jöslar. Ich find’s schon super, dass wir solche tolle Betriebe um uns haben dürfen.

witr reosô...

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