Sonja und Peter Gmeiner aus Langenegg verwandelten ein anstrengendes Hobby in einen erfüllenden Beruf. Nachdem sie 2004 den Familienhof übernahmen, trafen sie den Entschluss, die Landwirtschaft nach biologischen Richtlinien zu führen und aus dem Bio-Fleisch Schinken- und Wurstspezialitäten zu erzeugen, welche sie im eigenen Unternehmen „LaWurscht“ in Egg an Menschen verkaufen, die auf einen bewussten Konsum Wert legen.
Keine verklärte Romantik. Bio-Landwirtschaft ist jedoch nicht immer wie aus dem Bilderbuch, denn der Verzicht auf die sogenannten „Hilfsmittel“ der konventionellen Landwirtschaft macht die Bewirtschaftung weniger ertragreich, die Produktionszyklen länger und die Arbeit mitunter schweißtreibend. Dabei ist Sonja und Peter der Respekt im Umgang mit der Natur und ihren Tieren wichtig. Sie werden bei ihnen geboren, wachsen artgerecht auf und werden bis zur Schlachtung begleitet. Die Rinder, Kälber, Schweine und Hühner werden mit Heu von den eigenen Feldern und biologischem Futter gefüttert und können jederzeit ins Freie, egal ob Sonne, Regen oder Schnee.
Die Bio-Zertifizierung ist für Sonja und Peter eine Lebenseinstellung. So erzählen sie: „Bios“ bedeutet ja nichts weniger als „Leben“. Damit wir gesundes und hochwertiges Bio-Fleisch bekommen, brauchen die Tiere gute und artgerechte Lebensbedingungen. Dazu gehören ein hohes Tierschutzniveau, Auslauf und ökologische Futtermittel. Nur wer alle Kriterien erfüllen kann, erhält die Bio-Zertifizierung und es wird laufend kontrolliert, ob diese Richtlinien weiterhin eingehalten werden. Die Bio-Landwirtschaft von Sonja und Peter Gmeiner ist mehrfach biozertifiziert – seit 2009 von BIO AUSTRIA und von LACON, seit 2018 außerdem von Naturland.
LaWurscht ist ein Laden wie gestern, für morgen. Wie gestern, weil das Sortiment umfassend aber übersichtlich ist. Weil man dort Zeit findet für ein Gespräch und nicht nur Waren, sondern auch Tipps bekommt. Weil die Lebensmittel einen Ursprung haben, den man kennt und der Laden in Egg mit viel Sorgfalt betrieben wird. Ein Laden für morgen ist LaWurscht, weil das was über den Ladentisch geht, zu einem guten Teil biologisch hergestellt ist, d.h. unter schonendem Einsatz der natürlichen Ressourcen wie Boden, Wasser und Luft. In jedem Fall stammen die Produkte NICHT aus lebensmittelindustriellen Monokulturen, sondern aus kleinen Manufakturen, die Sonja und Peter Gmeiner handverlesen haben. Das ist nicht nur gesund und gut für jene, die diese Lebensmittel kaufen, sondern auch für Landschaft, Tier und Mensch auf Produktionsseite. Eine Konsequenz aus dem „Nein“ zur Lebensmittelindustrie ist, dass es an der Frischfleisch-Theke von „LaWurscht“ nicht immer alles gibt, sondern eben das, was die Natur, konkret die Bio-Landwirtschaft der Familie Gmeiner, gerade bereitstellt.

witr reosô...

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